
STEFAN OSCHMANN
PALAIS BIRON NR. 25 | SOMMER 2017 31
von Merck. Diese starke Marktposition
wollen wir weiter ausbauen – unter anderem,
indem wir neue Anwendungsgebiete
für Flüssigkristalle erschließen.
Ein Beispiel sind Flüssigkristallfenster,
die einfallendes Licht regulieren oder
auf Knopfdruck undurchsichtig werden.
Gleichzeitig investieren wir in potenzialstarke
Technologien wie OLED.
In diesem wachsenden Markt möchten
wir der führende Anbieter werden.
Merck ist in sehr unterschiedlichen
Märkten aktiv. Doch wir haben einen
gemeinsamen Antrieb: wissenschaftliche
Neugier – und das schon seit fast
350 Jahren. Wie stark Forscherdrang
und Entdeckerfreude die Entwicklung
unseres Unternehmens geprägt haben,
zeigt die Geschichte von Emanuel
Merck. Er übernahm die Mercksche
Apotheke im Jahr 1816. Emanuel
Merck hatte nicht nur, wie damals üblich,
das Apothekerhandwerk gelernt
– er wurde auch in wissenschaftlichen
Methoden ausgebildet. Sein Interesse
galt den sogenannten Alkaloiden, basischen
Naturstoffen, die vor allem aus
Pflanzen gewonnen werden. Merck
gelang
die Herstellung besonders reiner
Alkaloide. Diese stellte er anderen
Apothekern, Ärzten und Chemikern
zur Verfügung, damit sie weiter damit
forschen. Für unser Unternehmen hat er
damit Entscheidendes geleistet: Angetrieben
von Mercks wissenschaftlicher
Neugier entwickelte sich die Apotheke
zu einem forschenden Industrieunternehmen.
Dafür, dass sich wissenschaftliche
Neugier auch heute entfalten kann, sorgt
auch die besondere Eigentümerstruktur
von Merck. Wir sind eine börsennotierte
Kommanditgesellschaft
auf Aktien.
Rund 70 Prozent des Kapitals kontrolliert
die Merck-Familie. Mitglieder der
Familie sind – wie übrigens
auch sämtliche
Mitglieder der Geschäftsleitung
– persönlich haftende Gesellschafter.
Rund 30 Prozent des Unternehmens sind
in den Händen freier
Aktionäre. Diese
Eigentümerstruktur
vereint das Beste
zweier Welten. Als börsennotierte Kapitalgesellschaft
unterliegen
wir den disziplinierenden
Anforderungen des Kapitalmarkts.
Gleichzeitig können wir als
Familienunternehmen
eine langfristige
Wachstumsstrategie verfolgen.
Angetrieben
von Emanuel Mercks
Neugier
entwickelte sich
seine Apotheke
zu einem
forschenden
Industrieunternehmen
Foto: BBUG/MS