
OLAF KOCH
PALAIS BIRON NR. 25 | SOMMER 2017 75
OLAF KOCH
Cateringbetriebe. Das bringt Zeit- und
Kostenvorteile für den Unternehmer.
Warum sollte ein solches System nicht
irgendwann Standard werden? Eine
andere, vielversprechende digitale Lösung
ist Frag Paul, ein digitaler Personalassistent,
der Mitarbeiterdaten
verwaltet, Schichtpläne erstellt und
Einsatzzeiten erfasst. Mit seiner Hilfe
kann das Personal die Schichten selbst
verteilen. Der Gastronom spart viel
Zeit, welche er für die Bewirtung seiner
Gäste nutzen kann.
HoReCa Digital beteiligt sich zudem
auch an reiferen Start-ups außerhalb
des Accelerators,
die vielversprechende
Lösungen anbieten. Ein Beispiel ist
Orderbird,
ein Tablet-Kassensystem,
mit dem Gastronomen und Servicemitarbeiter
schnell und einfach Bestellungen
mobil aufnehmen, Gäste flexibel
abrechnen und finanzamtkonforme
Berichte erstellen. Orderbird ersetzt sowohl
die klassische Kasse am Bartresen
als auch die Papier-Bestellblöcke der
Kellner durch moderne und vernetzte
Technologien. Die sofortige Weiterleitung
der Bestelldaten ermöglicht den
Restaurants einen schnellen und fehlerfreien
Service.
Ferner entwickelt HoReCa Digital eigene
Lösungen wie das Business Cockpit.
Auf Basis der Kassendaten bereiten
wir wesentliche Fakten auf, die den
Unternehmern helfen, noch besser zu
wirtschaften. Dazu gehören Analysen
zu der Performance einzelner Angebote
und einzelner Tische sowie eine Break-
Even-Analyse, die dem Unternehmer
sehr einfach transparent macht, wie sich
sein eigener Betrieb aktuell entwickelt.
Auf diese Weise verschaffen wir unseren
Kunden ein Maß an Kontrolle über
sein Geschäft wie noch nie zuvor.
Wir wollen aber auch den Einstieg in
die digitale Welt auf einfache Art und
Weise fördern. So bieten wir allen Gastronomen
Zugang zu einer kostenlosen
Website. Über die Hälfte von ihnen sind
im Internet immer noch nicht präsent.
Jene, die es sind, haben zum Teil veraltete
oder fehlerhafte Internetseiten. Wir
helfen bei der Konzeption und Erstellung
auf schnelle und einfache Weise
und sorgen so dafür, dass unsere Kunden
ohne großen Zeit- und Geldaufwand
einen wichtigen Schritt in Richtung
Digitalisierung
gehen können.
Alle diese Beispiele verdeutlichen
das außerordentliche Potenzial, das
durch digitale Lösungen für unsere
Kunden generiert werden kann. Dabei
ist das Spektrum enorm: Es bestehen
Chancen entlang der gesamten
Wertschöpfungskette.
Dabei werden
bewährte Konzepte aus anderen Branchen
und Industrien ihren Weg auch in
den HoReCa-Sektor finden. Wir sehen
uns dabei als wichtigen Partner unserer
Kunden und als wichtigen Partner der
Innovatoren. Gemeinsam können wir
die Branche weiterentwickeln.
Foto: METRO AG
Olaf Koch kam 2009 zur METRO AG, wo er bis Dezember 2011 die Aufgabe
des Finanzvorstands wahrnahm. Mit Wirkung zum Januar 2012 wurde er zum
Vorstandsvorsitzenden
ernannt. Bevor er zur METRO kam, war Koch als Managing
Director Operations bei der Permira Beteiligungsberatung GmbH tätig, zu der er
nach seiner Tätigkeit bei der Daimler Chrysler AG stieß, wo er eine Reihe von
Führungspositionen
innehatte: Von 2002 bis 2007 war er Mitglied der Geschäftsleitung
der Mercedes Car Group zuständig für Finanzen, Controlling und Strategie.
Vorhergehende Positionen bei DaimlerChrysler umfassten unter anderem die Ernennung
zum Vice President Corporate e-Business sowie zum Director Corporate
e-Business Strategy und Konzernlagezentrum.