
MARGRET SUCKALE
PALAIS BIRON NR. 25 | SOMMER 2017 63
MARGRET SUCKALE
Margret Suckale wurde 1956 in Hamburg geboren. Nach dem zweiten juristischen
Staatsexamen und einer mehrjährigen Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin
an der Universität Hamburg erwarb sie einen Executive Master of Business
Administration der WHU, Vallendar, und der Kellogg School of Management,
Illinois/
USA, sowie den Executive Master of European and International Law
der Universität St. Gallen/Schweiz. Seit Mai 2011 war Margret Suckale Mitglied
des Vorstands der BASF SE. Suckale war verantwortlich für Engineering &
Maintenance,
Environmental
Protection, Health & Safety, European Site & Verbund
Management
sowie Human Resources. Sie war Arbeitsdirektorin der BASF
SE und Standortleiterin
für das Werk Ludwigshafen. Im Mai 2017 schied Suckale
aus dem Unternehmen aus.
fungsketten – von Grundchemikalien
bis hin zu hochveredelten Produkten
wie Lacken oder Pflanzenschutzmitteln.
Nebenprodukte einer Fabrik können
an einer anderen Stelle als Einsatzstoff
dienen. Durch den Verbund
sparen wir Rohstoffe und Energie,
minimieren Emissionen, senken die
Logistikkosten und nutzen Synergien.
Dies schaffen wir, indem wir Produktionsanlagen,
Energieflüsse
und Logistik
im Verbund intelligent miteinander
vernetzen. Weltweit sparen wir durch
das Verbundkonzept jährlich mehr als
eine Milliarde Euro ein und schonen
die Umwelt. Seit 1990 haben wir unser
Produktionsvolumen verdoppelt und
gleichzeitig die Treibhausgasemissionen
im BASF-Geschäft halbiert. Der
Verbund ist somit ein sehr gutes Beispiel
dafür, wie wir das Wirtschaften
im Kreislauf – Circular Economy
– bei
BASF umsetzen.
Die Nachfrage nach Lösungen mit
einem besonderen Beitrag zur Nachhaltigkeit
steigt in der Gesellschaft und
damit auch bei unseren Kunden. Viele
wollen beispielsweise den Anteil nachwachsender
Rohstoffe in ihren Endprodukten
erhöhen. BASF hat mit dem
sogenannten Biomassenbilanz-Ansatz
die passende Lösung entwickelt, die für
viele unserer Produkte zur Verfügung
steht und flexibel auf Kundenwünsche
angepasst werden kann. Bereits bei der
Herstellung von Grundprodukten in
unseren Verbundanlagen werden fossile
Rohstoffe durch nachwachsende
Ressourcen wie zum Beispiel Biomasse
ersetzt. Über die Höhe des Anteils
entscheidet der Kunde. Dieser biobasierte
Ansatz wird mithilfe eines vom
TÜV Süd zertifizierten Verfahrens
den Verkaufsprodukten zugeordnet.
Die Qualität der Produkte bleibt unberührt.
Das Verfahren wird bereits
bei mehr als 40 BASF-Produkten, wie
zum Beispiel Superabsorbern, Dispersionen,
Kunststoffen und Zwischenprodukten
angewendet.
Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Treiber
für unser Geschäft und Wettbewerbsvorteil.
Mit der von BASF entwickelten
Methode Sustainable Solution
Steering® steuern wir unser Produktportfolio
aktiv in Richtung Nachhaltigkeit,
können Geschäftschancen frühzeitig
erkennen und diese
gezielt nutzen.
Unsere Produkte werden mit diesem
Instrument in ihren jeweiligen Anwendungen
betrachtet und nach ihrer Nachhaltigkeitsleistung
bewertet. Bis zum
Ende des Geschäftsjahrs 2016 haben
wir über 60.000 spezifische Produktanwendungen,
die einen Umsatz von 53,2
Milliarden Euro ausmachen, auf ihren
Beitrag zur Nachhaltigkeit bewertet.
Die Ergebnisse dieser Analyse fließen
in die Geschäftsstrategien unserer
Unternehmensbereiche
sowie in unsere
Forschungs- und Entwicklungsprozesse.
Für BASF ist Nachhaltigkeit damit ein
zentraler Faktor für den langfristigen
Geschäftserfolg entlang der gesamten
Wertschöpfungskette.
Fotos: BASF SE