
MARGRET SUCKALE
PALAIS BIRON NR. 25 | SOMMER 2017 61
und gesellschaftlichen Fragestellungen
auseinandersetzen und dies entlang der
gesamten Wertschöpfungskette.
Woher
beziehen
wir unsere Rohstoffe, wie sicher
und effizient ist unsere Produktion
und wie können wir unsere Kunden
dabei unterstützen, ihre Nachhaltigkeitsleistungen
zu verbessern? Fragen
wie diese betreffen eine Vielzahl von
Akteuren wie Zulieferer, Mitarbeiter,
Nachbarn, Politik und Gesellschaft und
natürlich unsere Kunden. Alle haben individuelle
Interessen und Bedürfnisse.
Nachhaltiges und verantwortungsvolles
Handeln kann anstrengend sein, da Entscheidungen
stets im Zusammenspiel
zwischen all diesen Menschen, deren
Wohlstand, der Natur und den sozialen
Strukturen zu bedenken sind.
Bei der Entscheidungsfindung in Unternehmen
ist es wichtig, Nachhaltigkeit
in den verschiedenen Organisations-
und Managementsystemen zu verankern.
Bei BASF haben wir Strukturen
geschaffen, um nachhaltiges unternehmerisches
Handeln von der Strategie bis
zur Umsetzung voranzutreiben. Dazu
gehört beispielsweise das Corporate
Sustainability Board, das zentrale Steuerungsgremium
der BASF für nachhaltige
Entwicklung. Es setzt sich aus den
Leitern von Geschäfts-, Zentral- und
Funktionsbereichen sowie der Regionen
zusammen. Den Vorsitz hat ein Mitglied
des BASF-Vorstands. Daneben haben
wir bereits seit einigen Jahren ein externes,
unabhängiges Beratungsgremium,
den Stakeholder Advisory Council, etabliert.
Die Mitglieder bringen eine wichtige
Außenperspektive in die Diskussion
mit dem BASF-Vorstand ein.
Die Mehrdimensionalität von Nachhaltigkeit
bildet sich auch in unserer
Strategie ab. Im Jahr 2015 hat BASF
ihre Nachhaltigkeitsziele überarbeitet
und entlang der gesamten Wertschöpfungskette
ausgerichtet. So wollen wir
profitabel wachsen und gleichzeitig
Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft
übernehmen.
Der erste wichtige Baustein dafür
ist ein nachhaltigkeitsorientiertes
Management
der Lieferkette. Indem wir
unsere hohen Erwartungen und Standards
bei unseren Lieferanten verankern,
tragen wir aktiv zu Verbesserungen in
der Lieferkette bei. Dies wird deutlich
anhand des BASF-Verhaltenskodex für
Lieferanten. Der Verhaltenskodex umfasst
die Einhaltung von Menschenrechten,
Arbeits- und Sozialstandards sowie
Antidiskriminierungs- und Antikorruptionsvorgaben
und den Schutz der Umwelt.
Auch die Initiative „Together for Sustainability“
(TfS) spielt bei der Umsetzung
von Nachhaltigkeit in der Lieferkette
der chemischen Industrie
eine
wichtige Rolle. BASF ist zusammen
mit Bayer, Evonik Industries, Henkel,
Lanxess und Solvay Gründungsmitglied
dieser Initiative. Ziel ist die Entwicklung
und Umsetzung eines globalen Programms
zur verantwortungsvollen
Beschaffung
von Gütern und Leistungen
Bei BASF ist Nachhaltigkeit fester Bestandteil des Unternehmenszwecks:
„We create chemistry for a sustainable
future“ – Chemie, die verbindet, für eine nachhaltige
Zukunft
Fotos: BASF SE